Die Release-Linie Cozystack 1.2 ist verfügbar. v1.2.0 erschien am 27. März 2026, v1.2.1 folgte am 31. März 2026.
Dieser Zyklus erweitert die Plattform in drei wichtigen Richtungen: Managed Search und Analytics, sichere Netzwerkverbindungen zwischen Tenant-Umgebungen und mehr Kontrolle darüber, wo Tenant-Workloads laufen. Das Folge-Release v1.2.1 konzentriert sich auf Sicherheit und Betriebsstabilität.

Die wichtigsten Neuerungen
Managed OpenSearch im Anwendungskatalog
Cozystack 1.2 ergänzt OpenSearch als vollständig verwalteten Service. Unterstützt werden OpenSearch v1, v2 und v3; der Service kann in einer Multi-Role-Topologie laufen, aktiviert TLS standardmäßig, bringt HTTP-Basic-Authentifizierung mit und kann optional OpenSearch Dashboards neben der Engine ausrollen.
Damit ist OpenSearch eine vollwertige PaaS-Komponente in Cozystack und nichts mehr, was Betreiber selbst integrieren müssen.
VPC Peering für Verbindungen zwischen Tenants
Die Anwendung vpc unterstützt jetzt VPC Peering: Tenants können private Netze direkt miteinander verbinden, ohne den Verkehr über öffentliche Endpunkte zu leiten. Für Multi-Tenant-Umgebungen ist das ein großer Schritt: Betreiber können sauberere interne Topologien aufbauen und nur den Verkehr nach außen lassen, der die Plattform tatsächlich verlassen muss.
Das Release bringt außerdem eine deterministische Vergabe der Peering-IP-Adressen und Unterstützung für statische Routen. Dadurch wird die Funktion in realen Produktionsumgebungen deutlich besser nutzbar.
SchedulingClass für die Platzierung von Workloads
Das neue System SchedulingClass gibt Betreibern clusterweit die Kontrolle darüber, wo Tenant-Workloads landen. In der Praxis lassen sich Workloads damit an bestimmte Rechenzentren, Hardware-Klassen oder Node-Gruppen binden, ohne dass Tenants sich selbst um Details des Schedulers kümmern müssen.
Für Betreiber mit mehreren Standorten oder gemischten Hardware-Pools ist das eine der wichtigsten Neuerungen in 1.2. Über das Cozystack-Dashboard steht sie zudem als Self-Service zur Verfügung.
Außerdem in Cozystack v1.2.0
Neben den zentralen Funktionen enthält v1.2.0 mehrere substanzielle Verbesserungen der Plattform:
- VictoriaLogs läuft jetzt im Cluster-Modus mit
VLClusterund bietet dem Logging-Stack damit höhere Verfügbarkeit und bessere Skalierbarkeit. - Verlagerung von LINSTOR-Volumes nach Clone und Restore verbessert die Speicherplatzierung beim Wiederherstellen aus Snapshots und beim Klonen von PVCs.
- cozystack-scheduler ist standardmäßig aktiviert, SchedulingClass gehört damit zum Standardverhalten der Plattform.
- external-dns steht jetzt als eigenständiges Zusatzpaket bereit.
Cozystack v1.2.1: Update zur Stabilisierung
Während v1.2.0 die großen neuen Funktionen einführte, macht v1.2.1 sie fit für den Produktivbetrieb.
Die wichtigsten Fixes in v1.2.1:
- Kein versehentliches Löschen installierter Pakete mehr, wenn Pakete zwischen
enabledPackagesunddisabledPackagesverschoben werden. - Die Allokationsverhältnisse für CPU, Arbeitsspeicher und Ephemeral Storage werden wieder an Managed Packages weitergegeben.
- Kritisches Verhalten von LINSTOR und DRBD behoben, darunter der Erhalt von TCP-Ports und eine sicherere Einstellung für
verify-algbei neueren Kerneln. - Fehlerbilder von Multus/CNI behoben, durch die Nodes nach einem fehlgeschlagenen CNI-Setup oder Race Conditions beim CNI-Start während des Bootens keine neuen Pods mehr anlegen konnten.
- Die Monitoring-Datenbanken sind auf PostgreSQL 17 festgelegt, damit die Monitoring-Abfragen von Grafana und Alerta nicht brechen.
Zusammengenommen machen diese Änderungen v1.2.1 zu weit mehr als einem routinemäßigen Patch-Release.
Release-Links
- Cozystack v1.2.0 auf GitHub
- Cozystack v1.2.1 auf GitHub
- Vollständiges Changelog für v1.2.0
- Vollständiges Changelog für v1.2.1
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Von Timur Tukaev am 3. April 2026.
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