Eine Private-Cloud-Plattform ist die Software, die eigene Hardware in eine Self-Service-Cloud verwandelt — Compute, Storage, Networking, Mandantenfähigkeit, verwaltete Datendienste und eine Bereitstellungsoberfläche, unter Ihrer eigenen Governance. Diese Seite erklärt, was die Kategorie leisten muss und wie die Kubernetes-native Open-Source-Option im Vergleich zu VMware Cloud Foundation, OpenStack und OpenShift Virtualization abschneidet.
Die Open-Source-Referenzimplementierung ist hier Cozystack — ein CNCF-Sandbox-Projekt unter Apache 2.0, von Ænix entwickelt und gemeinsam mit Maintainern anderer Unternehmen gepflegt; Produktivprojekte sind als Fallstudien dokumentiert.
Sie wollen kaufen statt lernen? Die unterstützte kommerzielle Version für eine regulierte Umgebung ist die Ænix Private Cloud Platform — Architektur, Aufbau, Support und Preise finden Sie auf der Produktseite. Infrastrukturverantwortliche können mit dem Leitfaden für Infrastrukturverantwortliche beginnen.
Wer eine Private-Cloud-Plattform betreibt
- Service Provider — betreiben mandantenfähige Cloud-Produkte für Unternehmenskunden
- Banken und Versicherungen — regulierte Workloads unter DORA und branchenspezifischen Vorgaben
- Telekommunikationsbetreiber — Markteinführung souveräner Cloud-Produkte
- KI- und GPU-Betreiber — dauerhaft ausgelastete GPU-Workloads, bei denen sich Hyperscaler wirtschaftlich nicht rechnen
- Öffentlicher und öffentlichkeitsnaher Sektor — Infrastruktur mit Souveränitätsauflagen unter Vergaberecht
- Plattform-Teams in Unternehmen — interne Entwicklerplattformen mit Isolation zwischen Geschäftsbereichen
Was eine Private-Cloud-Plattform leisten muss
1. Compute — VMs und Container auf einer Plattform KubeVirt für VMs (KVM-basiert, mit Live-Migration, Snapshots und Templates) und Kubernetes-Container nebeneinander. Keine separate VM-Plattform, keine separate Container-Plattform.
2. Storage — replizierter Block-Storage und S3-Object-Storage LINSTOR (DRBD) für replizierten Block-Storage im großen Maßstab; SeaweedFS für S3-kompatiblen Object Storage für Anwendungen und Backups.
3. Networking — eBPF-nativ Cilium als CNI: L4/L7-Policies, Observability, MetalLB-Integration, Unterstützung für BGP-Fabrics. Funktionen auf NSX-Niveau ohne NSX-Lizenzkosten.
4. Mandantenfähige Control Plane Tenant-CRD-Modell mit verschachtelten Tenants, Quotas, RBAC und Audit pro Tenant. Geeignet für das Service-Provider-Modell (mehrere Kunden) ebenso wie für Unternehmen mit mehreren Geschäftsbereichen.
5. Verwaltete Datendienste PostgreSQL (CloudNativePG), MariaDB, MongoDB, ClickHouse, Valkey, OpenSearch, Kafka, NATS, RabbitMQ und Qdrant — bereitgestellt als vollwertige Plattformdienste, nicht als nachträglich angeflanschte Helm-Charts.
6. GPUs NVIDIA-GPUs für Rechenzentren werden über den NVIDIA GPU Operator unterstützt: Passthrough ganzer GPUs an VMs, NVIDIA vGPU für VMs (erfordert eine NVIDIA-vGPU-Lizenz), ganze GPUs für Pods über das Device Plugin, MIG-Partitionen auf MIG-fähigen Karten und Time-Slicing für Pods über HAMi.
7. Observability VictoriaMetrics und VictoriaLogs sind enthalten — ressourcenschonend und souveränitätsfreundlich. Grafana optional obendrauf.
8. Backup und DR Velero, S3 und Point-in-Time-Recovery pro Datenbank für die verwalteten Dienste. Backups sollten in Object Storage außerhalb des Clusters landen, den sie schützen. Ein automatisches standortübergreifendes VM-Failover gibt es nicht; Multi-Site-Designs sind Engineering-Leistung. Innerhalb eines Standorts wandern VMs per Live-Migration weiter, wenn ein Knoten für die Wartung geleert wird. Nach einem ungeplanten Knotenausfall starten sie auf gesunden Knoten neu, sobald der ausgefallene Knoten abgeschottet ist (Fencing) — durch einen einzelnen Operator-Eingriff oder einen externen Fencing-Mechanismus, denn Cozystack liefert kein automatisches Fencing mit; Worker-Knoten von Tenant-Kubernetes-Clustern werden automatisch ersetzt.
9. Self-Service-Portal und Abrechnung Cozystack Dashboard für die Bereitstellung von Diensten. Betreiber, die ihren Tenants Leistungen in Rechnung stellen, ergänzen die WHMCS-Integration, ein proprietäres Ænix-Modul, das nicht Teil des Open-Source-Projekts Cozystack ist.
Die Optionen im Vergleich
| VMware (VCF) | OpenStack | OpenShift Virtualization | Cozystack | |
|---|---|---|---|---|
| Lizenz | Nur Abonnement | Apache 2.0 | Red Hat, kommerziell | Apache 2.0 |
| Compute | vSphere + ESXi | Nova + KVM | KubeVirt | KubeVirt |
| Mandantenfähigkeit | vCloud Director | Keystone-Projekte | Namespaces | Tenant-CRD (Kubernetes-nativ) |
| Verwaltete Datenbanken | Eingeschränkt | DBaaS optional | Verfügbar | Vollwertig integriert |
| Self-Service-Portal | vCD | Horizon | Console | Cozystack Dashboard |
| Betriebsaufwand | Hoch (VCF) | Hoch (OpenStack) | Mittel (OpenShift) | Gering (Kubernetes-nativ, eine Plattform) |
| Herstellerbeziehung | Closed Source, US-Hersteller | Foundation, Hersteller-Distributionen | Red Hat | Open Source, kein Vendor-Lock-in |
| Am besten geeignet für | Bestehende VMware-Umgebungen | Große Telcos / Teams mit OpenStack-Erfahrung | Bestehende Red-Hat-Kunden | Service Provider, regulierte mandantenfähige Umgebungen, souveräne Cloud |
Wie Sie starten
Zwei Wege:
- Selbst installieren — Cozystack ist Open Source. Dokumentation zu Architektur, Installation und Betrieb: cozystack.io. Community-Support im Kanal #cozystack im Kubernetes Slack und auf Telegram.
- Das unterstützte Produkt kaufen — die Ænix Private Cloud Platform ergänzt eine Architektur, die darauf ausgelegt ist, die Arbeit an DORA und NIS2 zu unterstützen, Multi-DC-Designs und Runbooks, optionale Volume-Verschlüsselung mit gemeinsam mit Ihnen festgelegtem Schlüsselmanagement, Audit-Logging mit konfigurierbarer Aufbewahrung, Support mit SLA und Developer Self-Service. Die Umsetzung läuft über Private-Cloud-Consulting.
Für Motive wie Souveränität, DORA, Rückholung aus der Public Cloud oder KI sind diese Lösungsseiten relevant:
Unternehmen, die Plattformen mit Ænix betreiben
Hosting-Anbieter, die Ænix Public Cloud Platform in Produktion betreiben
Hosting-Anbieter, die die Ænix Public Cloud Platform produktiv betreiben. Projekte in regulierten Branchen, bei Telcos und mit GPUs sind in anonymisierter Form auf der Seite mit den Fallstudien dokumentiert.
Was es kostet
Cozystack selbst ist Open Source unter Apache 2.0 und kostenlos im Betrieb: keine Abrechnung pro CPU, VM oder Core. Die eigentlichen Kosten einer Private-Cloud-Plattform sind die Hardware und das Plattform-Team, das sie betreibt — genau das bemisst ein Assessment.
Ænix verkauft darüber hinaus zwei Dinge: Support im Abonnement für Organisationen, die Cozystack selbst betreiben, laut veröffentlichter Preisliste ab 1.250 USD pro 10 Nodes und Monat, und die Ænix Private Cloud Platform als Programm für regulierte Umgebungen, angeboten per RFP. Beides finden Sie auf der Preisseite.
Jetzt starten
Oder:
- Ænix Private Cloud Platform — das unterstützte Produkt für regulierte Umgebungen
- cozystack.io — Installation und Dokumentation
- Private-Cloud-Consulting — Engineering-Leistungen
- Platform Readiness Assessment — Vorgehen beim Assessment
- Private-Cloud-Anbieter im Vergleich — ausführlicher Leitfaden
Ænix hat Cozystack entwickelt (CNCF-Sandbox-Projekt, CNCF Certified Kubernetes Distribution, OpenSSF Best Practices) und pflegt es gemeinsam mit Maintainern anderer Unternehmen. Ænix verkauft auf dieser Engine drei Plattformen: Public Cloud Platform, Private Cloud Platform und AI Platform.





